Ab dem Wintersemester erweitert die Theaterakademie Köln ihr Ausbildungsangebot um den Bereich Intimacy Coordination (IC). Damit reagieren wir auf die wachsende Bedeutung professioneller Standards im Umgang mit Szenen körperlicher und emotionaler Nähe – sowohl im Theater als auch im Film.

Intimacy Coordination bezeichnet einen strukturierten Arbeitsansatz für die Gestaltung intimer Szenen. Ziel ist es, klare Absprachen zu ermöglichen, transparente Prozesse zu etablieren und einen sicheren Rahmen für alle Beteiligten zu schaffen. Dabei stehen sowohl die künstlerische Qualität als auch die persönliche Integrität der Schauspieler:innen im Mittelpunkt.

Für die Umsetzung konnten wir Marla Friesewinkel gewinnen. Sie arbeitet als Intimacy Coordinatorin für Bühne und Film und verfügt über umfassende Erfahrung in der Begleitung und Gestaltung entsprechender Arbeitsprozesse.

Im Rahmen des neuen Angebots erhalten unsere Schüler:innen einen speziell auf ihre Ausbildungsbedürfnisse zugeschnittenen Workshop. Dieser vermittelt grundlegende Kompetenzen im Umgang mit körperlicher und emotionaler Nähe in künstlerischen Arbeitsprozessen.

Ergänzend dazu bieten wir unseren Dozierenden einen dreistündigen Austausch mit Marla Friesewinkel an. In diesem Rahmen besteht die Möglichkeit, Fragen zu klären, Erfahrungen zu reflektieren und gemeinsam zu erarbeiten, welche Standards und Arbeitsweisen für die Lehre an der Theaterakademie Köln sinnvoll sind.

Mit der Integration von Intimacy Coordination verfolgen wir das Ziel, unsere Ausbildung kontinuierlich weiterzuentwickeln und an aktuelle Anforderungen der Branche anzupassen.

Foto: © Christian Hartmann, mit freundlicher Genehmigung durch Marla Friesewinkel